Klasse 9 - 12 bzw. 13

Der Rahmen der eigentlichen Waldorfschule spannt sich bis zur 12.Klasse. Im Anschluss daran können sich in einer 13.Klasse diejenigen Schüler auf das Abitur vorbereiten, die diesen Abschluss anstreben.

Ab der 9. Klasse übernimmt ein Oberstufenlehrer die Betreuung der Klassengemeinschaft als Klassenbetreuer.

Im Laufe der 9. Klasse wählen alle Schüler/innen ihren  individuellen Tutor, also einen Lehrer ihres Vertrauens, mit dem sie Schulentwicklungs- aber auch ganz persönliche Fragen und Probleme besprechen.

Der Lehrplan geht wieder von der Entwicklung der Schüler aus, die sich inzwischen im dritten Jahrsiebt befinden. Sie lernen weiterhin in Epochen, haben jetzt aber auch im Hauptunterricht Fachlehrer.

Was in den unteren Fächern bildhaft angelegt worden ist, greifen die Oberstufenlehrer jetzt in einer neuen, begrifflichen und wissenschaftlichen Form auf.

An der Objektivität und Exaktheit der Naturwissenschaften schulen die Jugendlichen ein Denken, das die Welt ohne Vor-Urteile zu begreifen sucht.

Indem sie sich intensiv mit deutscher und fremdsprachiger Literatur auseinandersetzen, mit Geschichte, sozialen und politischen Zusammenhängen, entwickeln sie ein Gefühl für menschliche Schicksale und die Verantwortung, die damit verbunden ist.

Waldorflehrer sind bemüht, den sensiblen Prozess, in dem sich die Jugendlichen in diesem Alter befinden, nicht durch eine frühzeitige Spezialisierung zu stören.

Vielfältige Praktika, die den Fachunterricht nun ergänzen, schaffen die Grundlage für eine lebenspraktische Ausbildung.