Formenzeichnen

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Das Formenzeichnen beginnt schon vor dem Schreibenlernen in der ersten Klasse. Denn Buchstaben sind zusammengesetzte Formen aus geraden und gebogenen Linien. Die eindeutige gerade Linie fordert Konzentration, die gebogene ist Ausdruck dynamischen Spiels: Sie findet sich in Wellen, Ellipsen, Spiralen und dem vollkommenen Kreis. Das Zusammenspiel von gerader und gebogener Linie wirkt auf den Gleichgewichtssinn – auch beim Schreiben.
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Der Formsinn

Beim Formenzeichnen wird der Formsinn des Kindes geweckt. Symmetrie, Bewegung und Gegenbewegung, Wiederholung und Steigerung wirken orientierend auf das Kind. Zudem sind es organische und zugleich künstlerische Prinzipien, die als solche Vorstellungs- und Ausdruckskräfte bilden.

Die weitere Entwicklung

Im fünften Schuljahr geht das Formenzeichnen in die Freihandgeometrie über.

Mit Beginn des Kausalitätsalters (6. Schuljahr) kommen Schattenlehre (Hell-Dunkel) und Perspektive hinzu. Überschneidungen und Ornament-Motive lassen ein räumliches Davor und Dahinter erscheinen.

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