Das Forstwirtschaftspraktikum 2008

Mit der Bildungswerkstatt Bergwald, einer gemeinnützigen Organisation für Umweltbildung und Wald in der Schweiz, haben die Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse in den zwei Wochen vor den Sommerferien im Schweizer Kanton Graubünden forstliche Arbeiten durchgeführt.

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Der erste Tag

Nach vielstündiger Zugfahrt mit mehrfachem Umsteigen kamen wir mit der Schweizer Rhätischen Bahn im Bündner Oberland in Segnas bei Disentis/Mustér an.
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Dort bezogen wir ein sehr schönes, gemütliches Schweizer Haus.

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Am Abend lernten wir unsere fünf Betreuer kennen, die fortan für die Arbeitstage oberste Autorität hatten. Sie alle waren Forstwarte, Forstingenieure und forstlich kompetente Lehrer überwiegend aus der Schweiz, dazu aus Österreich und Deutschland. Sie vermochten es, durch ihre Fachkompetenz, aber auch durch ihr menschliches Interesse an den Jugendlichen und durch ihren Humor deren Tatkraft und Leistungsbereitschaft von Beginn an zu erwecken, ja sie zu begeistern.
Sie stellten uns die verschiedenen Arbeitsaufgaben vor, mit denen wir die nächsten eineinhalb Wochen beschäftigt sein würden.
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Die verschiednen Arbeitsbereiche

Mit Christian arbeiteten wir an einem Biotop innerhalb eines Waldstückes, wo wir in einem feuchten Wiesengrund einen Weiher erstellten und mit ausgegrabenem Erdmaterial einen Damm aus Kleinmauersteinen (Granit) als Überlauf errichteten.

In dem entstandenen Weiher soll ein Lebensraum für Wasserpflanzen und Kleintiere wie Wasserläufer, Bergmolche, Laubfrösche, Kröten, Berg- und Feuersalamander sowie Libellen entstehen, wo das Wasser den ganzen Sommer über stehen bleibt und nicht austrocknet. In der tonig-lehmigen Erdschicht wurzeln Schilf, Seerosen, Sumpfhahnenfuß und Sumpfdotterblume.

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Mit Florian und Markus erstellten wir an zwei verschiedenen Stellen oberhalb der Waldgrenze auf ca. 2000 m Höhe einen Begehungsweg für den Neubau einer temporären Lawinenverbauung. Das bedeutet, dass in den steilen Hang (ca.45° und mehr Gefälle) ein begehbarer Weg für die Arbeiter errichtet wird.

Dabei musste mit Hilfe von Wegpickel, Wiedehopfhaue, Kreuzhaue und Astschere bergseitig der Bewuchs mitsamt Erdmaterial und Gesteinen entfernt und ein mindestens etwa 60 cm breiter Weg in den Berg hineingearbeitet werden.

Die Arbeiter errichten dann von diesem Weg aus mit ihren Werkzeugen und Baumaterialien aus den besonders widerstandsfähigen und haltbaren Lärchenstämmen eine ca. 50 Jahre haltbare Lawinenverbauung, in deren Schutz Nadelhölzer gepflanzt werden, die nach diesem Zeitraum selbst so groß gewachsen sind, dass sie dann ihrerseits als Lawinenschutzwald dienen können.

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Mit Maik arbeiteten wir an einem stark geneigten Südosthang der Gemeinde Disentis, wo wir zunächst eine große Waldfläche nach einem intensiven Holzschlag von Astmaterial räumten, indem wir dieses hangparallel hinter Baumstümpfen aufschichteten.

Dadurch verbessern sich die Ansamungsmöglichkeit für junge Bäume und die Begehbarkeit der Fläche. Erneute Pflanzung wird dadurch erleichtert. Zudem wird durch diese Sicherung des Astmaterials bei Schneegleiten einem Verdrücken und damit Absterben kleiner Bäume vorgebeugt.

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Im weiteren Verlauf errichteten wir für auf dieser Holzschlagfläche gepflanzte junge Lärchen einen Einzelschutz vor Verbiss des Leittriebes durch Waldtiere wie Reh, Gams und Hirsch. Dazu rammten wir mit einem Eisen Löcher in den Erdboden, spalteten und spitzten Rundhölzer aus Edelkastanie an, die wir dann in die vorbereiteten Löcher einschlugen.

Ein Pfahl wird dabei bergseitig erstellt, die anderen beiden talseitig in Keilform, um bei Schneegleiten möglichst wenig Widerstand zu bieten. Verstrebungen aus Brettern werden an den oberen Enden angenagelt. Ein Maschenzaungeflecht mit enger Maschenweite wird um die Pfähle gespannt und mit Krampen am Gestell befestigt. Das Drahtgerüst endet eine Handbreit über dem Boden, um später eine weitere Pflege des Jungbaumes zu ermöglichen.

Das Arbeitsmaterial für diese Arbeit besteht aus: Rammeisen, Spalthammer, Alukeile, Motorsäge, Zollstöcke, Drahtzange, Hammer, Nägel, Krampen, Zaungeflecht, Rundholz aus Edelkastanie, Bügelsäge, Bretter, Ölkreide und Schlegel.

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Auf dem Fällplatz arbeiteten wir mit Erich in einem Fichtenbestand, welcher sich auf 1200m Höhe befindet und ca. 50jährig ist. Unsere Aufgabe war es, Bäume mit der Axt und der so genannten Hobelzahnsäge zu fällen; diese wurden entastet und ab einem bestimmten Durchmesser des Stammes geschält, um später im Möbelbau weiter verarbeitet zu werden.

Dünneres Holz wird als Brennholz von der Gemeinde verkauft. Beim Fällen ist darauf zu achten, dass der bleibende Bestand geschützt wird und die gefällten Bäume möglichst nahe beim Rückeweg zu liegen kommen.
Der Zweck des Fällens liegt zudem darin, Platz zu schaffen für die jungen Zukunftsbäume, die so mehr Licht bekommen.So kann sich eine neue Waldgeneration entwickeln.

Wir ernteten nachwachsenden Rohstoff, von dem wir täglich in zahlreicher Weise profitieren. Mit genauer Anleitung durch Erich übten wir zunächst das sichere Umgehen mit der Axt. Dann lernten wir, wie eine „Fällkerbe“ zu schlagen ist, die die Fallrichtung des Baumes bestimmt. Mit der Hobelzahnsäge setzen wir oberhalb der Fällkerbe auf der gegenüberliegenden Seite des Baumes an und sägten zu zweit bis gut in die Baummitte. Unterstützt durch einen Keil, den wir mit der Axt in den Sägeschnitt trieben, bereiteten wir das Fallen des Baumes vor. Wenn alle Sicherheitsvorkehrungen getroffen waren, rief einer: „Achtung! Baum fällt!“, dann stemmten wir uns gegen den Baum; dieser stürzte nieder und der Waldboden erdröhnte.

Der Tagesablauf

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Nach dem Frühstück um 6:45 Uhr versammelten sich an jedem Morgen alle um 8:00 Uhr zum Morgenkreis, in dem nach der Begrüßung die Arbeitseinteilung bekannt gegeben wurde.

In fünf Gruppen à 6-7 Schüler ging es dann in vom Schweizer Militär zur Verfügung gestellten Jeeps (Marke: PUCH) zu den Arbeitsplätzen; es war ein Vergnügen, brauchte aber auch kräftiges Sitzfleisch, hinten im Wagen unter der Plane bei offenem Heck im Fahrtwind zu sitzen und im Auto mit Vierradantrieb über die steinigen Schotterwege zu fahren.

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Pausen

Während des Tages gab es am Vormittag ein „z`Nüni“, also eine kleine Brotzeit am Vormittag, in der wir etwas aßen und tranken; mittags hatten wir eine Stunde Mittagspause, in der wir das gemeinsame Brot, den Käse, Salami, eine Leckerei aßen; anschließend wurde an jedem Arbeitsplatz ein Werktagebuch geführt, wo zunächst die topographischen Angaben über den Standort der Arbeit zusammengestellt, dann Informationen über das Was der Arbeit, das Wie und das Warum besprochen und schriftlich fixiert wurden. Nach dem nächsten Arbeitsabschnitt gab es am Nachmittag gab es noch ein kurzes „z`Vieri“, ein Vesperbrot, wo die Reste und natürlich die Schokolade vertilgt wurde. Dann wurde weitergearbeitet bis etwa 17 Uhr.
Es wurde viel gearbeitet, aber wir hatten auch viel Spaß miteinander. Die Gruppen waren bunt gemischt – vielfach bildeten Schülerinnen und Schüler eine Gruppe, die sie freiwillig nicht gewählt hatten. Das erfüllte manchen im Vorhinein mit Sorge, doch nahezu alle sagten am Schluss, dass sie außerordentlich erstaunt seien, wie gut sie sich in der ungewohnten Zusammensetzung verstanden und andere Mitglieder der Klasse auf diese Weise neu und ganz anders kennen gelernt hätten.
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Nach dem Aufräumen am Arbeitsplatz und der Rückfahrt waren die Jugendlichen gegen 17:30 Uhr rechtschaffen abgearbeitet und müde, verschwitzt, aber zufrieden wieder zurück an der Pension.

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Dort begann der Run auf die Duschen, die nicht immer für alle genug warmes Wasser hatte…

Und dann hatten alle Tag für Tag ein reichhaltiges und sehr leckeres Abendessen, das von unseren Küchenmüttern, Frau Oeder und Frau Bothe, liebevoll zubereitet wurde.

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Die Atmosphäre nach der Arbeit war gekennzeichnet von einer großen Ausgeglichenheit und Zufriedenheit.

Die Schüler haben in Gruppen zusammengearbeitet mit Mitschülern, mit denen sie sonst im Schulalltag weniger zusammenkommen. Das hat ihre soziale Wahrnehmung erweitert und lebendiger gemacht. Sie erlebten die Erwachsenen, die genauso wie sie selbst mit arbeiteten.

Mit Stolz und Heiterkeit wurde von den Anstrengungen und Erlebnissen des Tages berichtet.

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Abendbeschäftigungen

Abends hatten wir frei, badeten im Fluss direkt am Haus, spielten Kicker und genossen die Fußball-Europameisterschaft in einer Gaststätte im Dorf.
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An einigen Abenden bekamen wir noch verschiedene Informationen zum Thema „Der Bergwald und seine Bedeutung“. Wir lernten Zusätzliches zu dem, was wir praktisch arbeiteten.
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Der freie Samstag

Am Wochenende hatten wir samstags frei; wir konnten am Morgen länger schlafen und bekamen dann einen leckeren Brunch; nachmittags gingen wir ins Dorf, kauften ein oder faulenzten, badeten im Bach; abends grillten wir am Lagerfeuer.

Bilanz

Nach den acht Arbeitstagen gaben die Betreuer im Abschlussgespräch ein sehr positives Feedback; bei der abschließenden Sichtung der Arbeitsplätze äußerte sich der Revierförster Werner Müller sehr zufrieden und dankte allen Jugendlichen mit einem Geschenk.

Uns begleitenden Erwachsenen ist deutlich geworden, was für einen Wert dieses herausfordernde Berggelände und die professionelle Betreuung haben. Ein entscheidendes Kriterium ist sicher die besondere Kombination von forstlicher Fachkompetenz und fundierter pädagogischer Erfahrung der Mitarbeiter von der Bildungswerkstatt Bergwald.

Wir sind dankbar für die Bereitschaft der Eltern, dieses Unternehmen bejaht und finanziell dafür gerade gestanden zu haben. Die Schüler haben ein Stück weit die Sinnhaftigkeit des eigenen Tuns und damit den Wert der eigenen Person erfahren; sie sind innerlich gestärkt und selbstbewusster geworden. Sie haben durch den Kontakt mit fremden Menschen und die Zusammenarbeit mit diesen an einem gemeinsamen Projekt ihr persönliches Handlungspotential entdecken können sowie ihren sozialen Sinn geschärft und entwickelt. Dadurch konnten sie Freude an dieser Aufgabe entfalten, dem Erwachsenwerden und dem Verantwortung-Tragen-Können ein großes Stück näher kommen.

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Die Sonntagswanderung

Am Sonntag machten wir eine Wanderung auf den 2740 m hohen Pazolastock, von dem aus wir eine phantastische Aussicht hatten.

Zunächst wurde viel gestöhnt, an einem freien Tag, und dann wandern? Manche oder gar viele haderten zunächst mit dem Unwillen, der Anstrengung und der Unlust angesichts des steilen Anstiegs. Doch alle wurden belohnt mit herrlichen Blicken in alle Himmelsrichtungen. Manche kämpften erfolgreich gegen die Höhenangst.

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Vom Gipfel stiegen wir teils über Schneefelder abwärts zum Lai da Tuma, dem Quellsee des Vorderrheins, der von hier aus seinen Weg bis nach Rotterdam nimmt. Einige ließen es sich nicht nehmen, im eiskalten Wasser zu baden.

Rückblickend empfanden fast alle diesen Tag als eine anstrengende, aber lohnenswerte Erfahrung.

Schüleräußerungen zum Praktikum

Leider ließen sich nicht alle Schüler/innen dazu bewegen, nach den Sommerferien noch einen persönlichen Rückblick auf das zu dem Zeitpunkt fast 2 Monate zurück liegende Praktikum zu schreiben. Doch hier sind wenigstens 19 Stimmen von 34 Teilnehmern.

 

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Ich fand, dass das Praktikum echt Spaß gemacht hat, auch wenn es ab und zu sehr anstrengend war, besonders am Ende. Und, dass wir so früh aufstehen mussten. Trotzdem finde ich, dass wir als Klasse viel geschafft haben. Es hat echt Spaß gemacht, mit den Betreuern zu arbeiten. Was auch sehr schön ist, wenn man nach 10 Tagen zurück blickt und sieht, was man geschafft hat.

Meltem

 

Obwohl ich am Anfang dem Projekt gegenüber sehr skeptisch war und mir die anstrengende Arbeit zuerst Sorge bereitete, bin ich begeistert von diesen 10 Tagen. Zwar war das frühe Aufstehen für uns alle anstrengend, trotzdem aber hat die Fahrt in den PUCH´s und das Arbeiten in den Bergen Spaß gemacht. Es war natürlich auch anstrengend, was ich aber wieder verdrängt habe. Die Betreuer haben uns gut erklärt, wie der jeweilige Arbeitstag aussieht und was zu tun ist. Unsere Gruppe hat gut zusammen gehalten und wir hatten viel Spaß miteinander. Ich würde jedem empfehlen, ein solches Praktikum zu machen.

Jana

 

Wenn ich jetzt noch einmal auf die Tage in der Schweiz zurück blicke, fand ich es insgesamt besser, als ich es zunächst erwartet hatte. Obwohl ich überhaupt kein Fan von anstrengender, Schweiß treibender Arbeit bin und diese auch eher unangenehm statt spaßig finde, trug das sehr gute Gruppenklima stets dazu bei, mir die Arbeit erträglich zu machen. Manchmal, aber doch zugegebenermaßen eher selten, machte mir die Arbeit auch Spaß! Die Betreuer waren allesamt sehr nett und brachten mir und meiner Gruppe viele informative Dinge bei, die mich verstehen ließen, wofür ich mich täglich im Wald betätigte. Es war schön, mal ganze 10 Tage nur von Natur umgeben zu sein. Im Laufe des Praktikums lernte ich auch, wie wichtig diese für uns alle ist und dass es wichtig ist, sie zu pflegen. Insgesamt war dieses Praktikum eine schöne und mal ganz andere Erfahrung.

Lara-Lena

 

Ich fand, dass die Leiter des Praktikums alle sehr motiviert die Arbeit angetreten haben. Im Großen und Ganzen war das Arbeitsklima immer sehr gut und das Ergebnis in den Wäldern bei Disentis ist auch deutlich sichtbar. In den Gruppen waren meist keine Unstimmigkeiten, außer dass unsere Gruppe in den ersten Tagen nicht sehr gesprächig war. Das Arbeiten war zwar teilweise sehr anstrengend, aber es hat sich gelohnt, und es ist sehr weiter zu empfehlen. Ich wünsche jedem, dass er die Chance hat und sie nutzen kann, ein solches Praktikum zu absolvieren.

Nicola

 

Wenn ich auf das Praktikum zurück blicke, fällt mir eigentlich nur Positives ein. Als wir nachmittags ankamen, war ich sehr gespannt auf den ersten Arbeitsplatz und freute mich auf die erste Fahrt in den PUCH`s. Das Arbeiten hat mir fast immer Spaß gemacht, trotz der Anstrengung und der langen Arbeitszeit. Am schönsten fand ich immer das Gefühl, wenn wir am Ende noch mal über den fertig gebrachten Arbeitstag sprachen und man sehen konnte, wie viel man an diesem Tag geschafft hatte. An allen Arbeitsplätzen hat mir das Arbeiten Spaß gemacht, aber am meisten ganz oben bei den Lawinenverbauungen bei Florian, weil es einfach toll ist, wenn man hinter sich den Abgrund und die anderen Berge hatte. Die Atmosphäre in unserer Gruppe war unbeschreiblich, und wenn ich an die Zeit zurück denke, würde ich am liebsten wieder zurück in die Schweiz fahren. Am Anfang habe ich mir Sorgen gemacht, ob wir uns in der Gruppe gut verstehen, weil ich wie alle anderen auch nicht mit meinen engsten Freunden in einer Gruppe war. Aber jetzt finde ich das richtig gut, dass die Gruppen so aufgeteilt waren, weil ich den Leuten, mit denen ich sonst nicht viel zu tun hatte, viel näher gekommen bin und wir uns richtig gut verstanden haben, was ich am Anfang nicht erwartet hatte. Mit den einzelnen Betreuern war ich größtenteils sehr zufrieden, weil sie sich immer wieder neu in die Arbeitsgruppe integriert haben und uns beim der Arbeit geholfen haben. Auch wenn mir das Arbeiten immer Spaß gemacht hat, war ich immer froh, wenn ich am Abend unter der selten warmen Dusche stand und den ganzen Dreck abwaschen konnte. In der Küche hat auch alles gut geklappt und das Essen war auch immer richtig lecker. Es war etwas schwer, so früh auf zu stehen und schon zu arbeiten, aber wenn man einmal drin war, ging dies auch. Am besten hat mit die Arbeit bei Florian und Christian gefallen. Als wir dann nach den zehn richtig tollen Tagen nach Hauser fahren mussten, freute ich mich zwar schon auf mein Bett und die Ruhe, aber als ich dann zuhause ankam, habe ich direkt alles vermisst!

Esther

 

Ich fand, dass das Forstpraktikum total schön war, dass man auf der einen Seite gemerkt hat, wie viel man in dieser Zeit wirklich geschafft hat, aber auf der anderen Seite trotzdem nicht das Gefühl hatte, dass das Praktikum nicht nur im Arbeiten besteht, da man meistens auch viel Spaß hatte. Ich habe mich ehrlich gesagt am Anfang nicht sonderlich über meine Gruppe gefreut und war eher „geschockt“, als ich gelesen habe, mit wem ich so viele Stunden des Tages verbringen sollte, aber letztendlich war ich sehr glücklich über die Gruppe, da wir vorher wirklich fast gar nichts miteinander zu tun hatten und wir dann so die Chance hatten, auch die „neuen“ Leute kennen und lieben zu lernen. Wir waren zwar eher eine ruhige Gruppe, die ihre Arbeit eher schweigend gemacht hat, aber ab und zu hatten wir sehr viel zu lachen und das war mir eigentlich sogar fast lieber als den ganzen Tag so aufgedreht zu sein, weil wir ja auch noch Kraft für den Abend und die weiteren Tage brauchten. Die Betreuer waren total toll. Natürlich gab es welche, die man mehr mochte und solchem, die einem nicht so sympathisch waren, aber ich hätte mir keine witzigeren und netteren Betreuer vorstellen können. Sie haben auf jeden Fall sehr zu dem supertollen Praktikum beigetragen.

Sarah

 

Mir hat das Praktikum sehr gut gefallen, auch wenn es extrem anstrengend war. Zuerst hatte ich Sorgen wegen der Gruppeneinteilung, doch mit der Zeit stellte ich fest, dass ich doch sehr gut mit dieser Gruppe arbeiten konnte. Am besten hat mir die Gipfelwanderung gefallen, obwohl ich anfangs nicht viel Lust hatte, an einem der beiden freien Tage wandern zu gehen. Das Forstwirtschaftspraktikum war auf jeden Fall eine gute Erfahrung und ich würde es wahrscheinlich noch mal machen.

Vallerie

 

In den zehn Tagen in der Schweiz habe ich gelernt, dass man in den Bergen auch sehr gut arbeiten kann. Mir haben die Tage da oben sehr gut gefallen. Am Anfang dachte ich, dass das sicherlich keinen Spaß macht. Meine Gruppe hat mir auch sehr gut gefallen. Wir haben viel gelacht zusammen, was ich am Anfang nicht gedacht habe. Die Betreuer haben mir auch sehr gut gefallen. Sie waren nett und haben auch viel mit gelacht. Alle Arbeitsstellen außer der bei Maik haben mir gefallen.

Mathias

 

Das Forstpraktikum war ein schönes und interessantes Erlebnis für mich, ich habe viele Erfahrungen gesammelt und es hat mir sehr viel Spaß gemacht.

Nathanael

 

Eigentlich habe ich am Anfang gedacht, dass ich mich ziemlich anstrengen müsste, das Forstpraktikum unbeschadet zu überstehen, d.h. vor allem von meinen Kräften her, denn ich habe befürchtet, dass mir das zu anstrengend wird. Aber nach dem zweiten Arbeitstag wurde mir dann langsam klar, dass das zwar anstrengend werden würde, aber nicht so sehr, dass ich das nicht bewältigen könnte. Und so war das dann ja auch – manche Tage waren anstrengender und manche ruhiger und interessanter. Alles in allem war es gar nicht so schlimm, wie ich mir das vorgestellt hatte und die meiste Arbeit hat eigentlich auch sogar Spaß gemacht. Außerdem fand ich, dass es eine gute Erfahrung war zu bemerken, wo die eigenen Grenzen liegen und wozu man doch, ohne es zu erwarten, fähig ist.

Lisa

 

Das Forstwirtschaftspraktikum war für mich eine anstrengende und lehrreiche Zeit, in der ich auf der Wanderung an meine körperlichen Grenzen gekommen bin. Rückblickend bin ich zufrieden und würde dieses Praktikum immer wieder genau so machen wollen.

Franca

 

Insgesamt hat mir das Forstwirtschaftspraktikum ganz gut gefallen. Auch wenn es manchmal durch die Hitze sehr anstrengend war, freute ich mich fast immer wieder auf die neuen Arbeiten am nächsten Tag. Es war auch etwas ganz Neues, so steil am Hang zu arbeiten. Durch die gemischten Gruppen bin ich mit ganz anderen Klassenkameraden, mit denen ich sonst eigentlich nicht so viel zu tun habe, in Kontakt gekommen. Besonders hat mir auch die lockere Arbeitsstimmung, die von den Betreuern ausging, gefallen.

Inka

 

Am Anfang betrachtete ich das Ganze eher skeptisch, sowohl die Gruppeneinteilung als auch die Arbeit an sich. Doch nach dem ersten Arbeitstag merkte ich, dass man, auch wenn man nicht gerade mit seinen besten Freunden zusammen war, sehr viel gemeinsam schaffen konnte. Auch die zuerst streng eingeschätzten Betreuer erwiesen sich sofort als sehr nett, lustig und gut umgänglich. So machte mir die Arbeit eigentlich sehr viel Spaß und ich betrachtete das Ganze nicht mehr als so mühsame, lästige Sache. Doch natürlich freute man sich auch, wenn es zwischendurch Pausen gab und man die Betreuer und z.T. auch die Mitschüler in der Gruppe besser kennen lernte. Dann, nach der Arbeit, freute man sich aber auch, dass man erst einmal etwas Freizeit hatte, und sich wieder mit seinen Freunden oder auch nicht mit ihnen erholen konnte. Im Nachhinein hat mir alles sehr viel Spaß gemacht und es war auch eine gute und schöne Erfahrung. Neben der Arbeit ist natürlich auch sehr erwähnenswert die wunderschöne Schweizer Landschaft, die man jeden Tag auf´s Neue genießen konnte.

Maria

 

Mir hat das Forstpraktikum sehr gut gefallen, besonders das mit der Gruppeneinteilung, weil ich dadurch meine Mitschüler, mit denen ich sonst nicht so viel zu tun habe, besser kennen gelernt. Am besten hat mir die Arbeitsstelle bei Christian und Florian gefallen. Trotz meines gebrochenen Fingers konnte ich gut mit arbeiten.

Diana

 

In den 10 Tagen des Forstwirtschaftspraktikums habe ich viele schöne Erfahrungen und Erlebnisse gehabt. Ich habe viele Dinge erlebt, die ich mein Leben lang wahrscheinlich nicht vergesse. Im Großen und Ganzen schaue ich auf eine sehr schöne Zeit zurück. Man lernte die Betreuer und die Klasse besser kennen, besonders meine Gruppe, mit der man arbeitete, lernte man mal ganz anders kennen.

Justus

 

Besonders gut am Forstpraktikum hat mir gefallen, dass man mit Menschen in eine Gruppe kam, mit denen man sonst nicht so viel zu tun hat. Außerdem hat mir gefallen zu sehen, was man erreichen kann, wenn alle zusammen arbeiten.

Marie

 

Rückblickend auf das Forstpraktikum will ich meinen, eine tolle Erfahrung gemacht zu haben, die ich keinesfalls missen möchte. Auch wenn ich zwischenzeitlich keine Lust mehr hatte, weiter zu arbeiten, merkte ich, wie man von seinen Kameraden, sprich den eigenen Gruppenmitgliedern stets ermutigt wurde, weiter zu machen anstatt mit Unlust ans Werk zu gehen. Doch bei der Wanderung konnten mich selbst diese nicht mehr aufheitern. Da Wanderungen nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen zählen und mir die Sonne auf den Kopf brannte, sank meine Laune beträchtlich. Selbst die schöne Landschaft konnte mich da nicht begeistern. Trotz dieses kleinen Kritikpunktes war das Praktikum sehr lehrreich und hat mir meist viel Spaß bereitet, was nicht zuletzt an der herzlichen Betreuung der Leiter lag, die mit viel Mühe und Hingabe versuchten, uns den Wald und seinen Nutzen nahe zu bringen und uns somit das Gefühl vermittelten, dass die Arbeit, die wir leisteten, sinnvoll war.

Amina

 

Ich blicke auf eine anstrengende, harte, lehrreiche, vielseitige, neue, wunderschöne und positive Zeit zurück, wenn ich an das 10 Tage lange Forstwirtschaftspraktikum denke. Die fünf verschiedenen Arbeitsplätze ermöglichten eine vielseitige und überaus lernreiche Arbeit. Schön fand ich auch, dass aus einer anfangs sehr zerstreuten Arbeitsgruppe nach und nach durch harte Arbeit, Humor und Teamwork ein eingespieltes Team wurde. Auch wenn man oft, besonders an heißen Tagen, keine Lust mehr am Arbeiten fand, motivierten die stets netten Betreuer die Klassenkameraden und das Wissen, etwas Gutes für die wirklich schöne Natur zu tun, einen stets auf Neue! Ganz besonders gefiel mir das Bäume fällen! Ein ganz großes Dankeschön an alle, die dieses Projekt unterstützten!

Julian

 

Das Forstpraktikum war super!! Ich hätte nicht gedacht, dass unsere Gruppe so gut zusammen halten würde. Ich bin gut mit den Betreuern ausgekommen. Sie waren sehr nett und wir hatten viel Spaß zusammen. Ich bin total stolz auf uns alle. Nachdem man nämlich einen „ganzen“ Tag lang hart gearbeitet hatte, sah man, dass man wirklich was geschafft hatte. Dieses Gefühl war toll. Die Rückfahrt in den PUCH´s zu der wirklich wunderschönen Unterkunft war trotz Erschöpfung vom Arbeitstag immer lustig. Wir hatten eigentlich immer was zu lachen. Ich persönlich bin auch stolz auf mich, weil ich in einer Höhe von etwa 2000 m am Abhang gearbeitete habe, trotz meiner Höhenangst. Im Rückblick auf das Forstpraktikum bin ich verwundert, dass die 10 Tage so megaschnell vorbei gegangen sind. Ich kann jedem so ein Praktikum nur empfehlen!!!

Rabea

 



Weitere Bilder vom Forstpraktikum

Schweizer Kuh