Künstlerischer Abschluss

Neben der Aus- und Vorstellung der Jahresarbeiten und dem Klassenspiel bildet der Künstlerische Abschluss den dritten Teil des Waldorfabschlusses, an dem alle Schüler/innen in der 12. Klasse teilnehmen.
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Der Abschluss besteht aus einem abendfüllenden Bühnenprogramm.  Die zum Teil vom ersten Schuljahr an entwickelten Fähigkeiten  und erarbeiteten Fertigkeiten sollen vorläufig mit einem gelungenen Abschluss  abgerundet werden.

Die notwendige Konzentration auf diesen Abschluss bietet manchen Schüler/innen zum ersten Mal eine vertiefende Auseinandersetzung mit den Künsten. Ihr seelisches Potential ist nun so gereift, dass die Prozesse mitvollzogen und auch durchtragen werden können.

Die Schüler/innen zeigen bei der Ausgestaltung von eurythmischen Bewegungen, dass es ihnen gelingt, eigene Raumformen zu gestalten und plastische Sprachprozesse in eurythmisch-musikalischen Prozessen körperlich und bewegungsmäßig zu ergreifen.

In der Musik spielen sowohl vokale als auch instrumentale Beiträge einzelner Schüler oder von Gruppen eine hervorgehobene Rolle.Vieles kann jetzt selbständig ergriffen und mit eigenen Vorschlägen ausgearbeitet werden. Eigene Kompetenz kann nun erarbeitet und gezeigt werden. 

2010

Jana Bärenwaldt, Esko Erik Beck, Joanna Driver, Mirjam Groll, Clara Hirzel, Lena Husken, Luisa Kaluza, Lukas Kleineaschhoff, Marie Löffler-Brecklinghaus, Jona Poggel, Carla Rabea Profazi, Hannah Riemann, Marius Scheffer, Jonas Schulte, Till Raphael Sudkamp, Mathis Völkert, Luca Zander

Mensch! Mensch! Mensch!(2009)

Baudisch, Benjamin; Bernhard, lsabel; Blome, Antje Katrin; Bunn, Hannes; Fandrey, Lea Philine; Fühner, Corinna; Gelbhardt, Hannes; Hermes, Anna Maria; Herrick, Sophie; Höhne, Leander; Hoppe, Jannik; Huesmann, Simon; Kassens, Nils; Keßeler, Sebastian; Küppers, Aaron; Kulemann, Anna; Meininghaus, Jula; Mühlenbrock, Hendrik; Münch, Kai; Pandalis, Elias; Pohle, Anna-Maria; Reimers, Arnulf Damian; Schmidt, David Maria; Schumacher, Julia; Schwarm, Marie; Schweer, Paul; Sommer, Fabian; Sundermann, Lina; Tschöpe, Philipp; von Haeseler, Valentina; Wernet, Gabriel Matthias; Wiesendahl, Philipp; Wissing, Max; Zander, Beat

Blome, Heike, Handke, Barbara, Dr. Moseler, Günter

Das Programm der Aufführungen am 26. und 27.o3.2009

  •  Rock my soul
  •  Im Alter
  •  Fakten zum Menschen
  •  Die vier Temperamente
  •  Joachim Ringelnatz: Schöne Frauen und Katzen
  •  Tanz
  •  Lenny Niehaus: Bb-Blues
  •  Gedicht von Dschalal ad-Din ar-Rumi
  •  Philosophisches zum Menschen
  •  Filmmusik „Good Bye Lenin" Modern Dance
  •  Günter Kunert: Vorschlag
  •  Something Stupid (Frank und Nancy Sinatra)
  •  Kurt Tucholsky, Der Primus
  •  Eugen Roth: Ein Mensch
  •  Gum boot dance
  •  Raga Jampuri
  •  Gottfried Benn: Cocain
  •  Gottfried Benn: Mann und Frau gehen durch die Krebsbaracke
  •  Klassenband
  •  Erich Kästner: Sachliche Romanze
  •  Vicco von Bülow (Loriot): Advent
  •  Philosophisches zum Menschen
  •  Musik aus „Kein Ohr Hasen"
  •  Klaus Kinski: Jazz (Musik Iannis Xenakis)
  •  Verdammung und Erlösung (Soundtrack: Interview with a Vampire)
  •  Bert Brecht: Ballade von der Kindsmörderin Marie Farrar
  •  Namen tanzen
  •  Richard Strauss: Also sprach Zarathustra

Erläuterungen zu einzelnen Programmpunkten

Im Alter
Was bedeutet es, das Leben gelebt zu haben?

Temperamente
Ein klassisches Thema mit einer modernen Inszenierung - passt das? Das war eine Herausforderung, der wir uns stellen wollten. Auf der Suche nach Ideen und Musik stellte sich jedoch heraus, dass ein klassisches Eurythmiestück besser zu uns und auch besser in das Programm passen würde! Ein besonderer Dank gilt Frau Blome, die im Rahmen ihres Masterstudiums an der Alanus Hochschule diese(s) Stück(e) mit uns einstudiert hat.

Schöne Frauen und Katzen
Warum halten sich so viele Frauen Katzen? Und warum sagen wir DER Hund und DIE Katze? Eine der schönsten Erklärungen dazu hält Ringelnatz für uns bereit...

Dschalal ad-Din ar-Rumi
war ein im Mittelalter sehr angesehener persischer Dichter. Rumi schrieb viele seiner Werke in der Trauer um seinen Freund. In diesem kurzem Gedicht beschreibt Rumi ein Grundprinzip des Suffismus:
die Liebe zur Welt bringt uns Gott näher:

Today, like every other day,
We wake up empty and frightened.
Don't open the door to the study and begin reading.
Take down a musical instrument.
Let the beauty we love be what we do.
There are hundreds of ways to kneel and kiss the ground.

Modern Dance
Eine Choreografie über zwei Menschen, die sich voneinander entfernen und wieder zueinander finden, sich innerlich öffnen und wieder verschließen. Getanzt zur Filmmusik von „Good Bye Lenin"

Vorschlag
Wie anders empfand hingegen der Mensch am Ende des letzten Jahrhunderts sein Dasein: „Ramme einen Pfahl als geheimes Denkmal deiner einmaligen Gegenwart in den Deich, gegen die ewige Flut."

Der Primus
Gerne sehen unsere Nachbarn Deutschland als den Primus in der Welt: Made in Germany steht für Qualität, wir machen gerne alles ordentlich und pünktlich. Denken wir doch mal mit Tucholsky über den Primus ein wenig nach...

Reinkarnation
Ein herrlicher Gedanke: dieses Leben ist nur eines, was wir versäumen können wir im nächsten einfach besser machen. Das verzeiht uns so manchen Fehler!

Gum Boot Dance
In Europa ist der Gum Boot Dance weitgehend unbekannt, in Afrika hingegen sehr populär. Auch gilt er als Vorläufer des Stepptanzes. Dieser Tanz entstand im 19. Jh. in den Goldminen Südafrikas. Den schwarzen Arbeitern wurde von den weißen Aufsehern verboten miteinander zu sprechen aus Angst, es könnte sich daraus eine Revolte entwickeln Primitive „Negertänze" waren aber erlaubt. So erfanden die Arbeiter eine unauffällige „Sprache" basierend auf Rhythmen hervorgerufen durch das Klatschen auf ihre Gummistiefel.

Raga Janipur
ist ein Stück der Hindustani Musik, welches traditionell am späten Morgen performt wird Die Sitar ist das meist gespielte Saiteninstrument Nordindiens.

Cocain
oder auch Kokain von Gottfried Benn ist ein Gedicht über die Wirkung der Künstlerdroge Kokain der viele Künstler erlegen waren bzw. sind. Das Gedicht zeigt das Verlangen des Künstlers seine menschliche Hülle zu verlassen um gänzlich in die künstlerische Welt des Denkens einzukehren.

In der Krebsbaracke (Mann und Frau gehen durch die Krebsbaracke)
Kaum ein anderer Text zeigt so drastisch menschliches Leid durch Krankheit. Das elende Sterben durch Krebs, welches oft versteckt hinter Krankenhausmauern geschieht.

Sachliche Romanze
Die Beziehung zwischen Mann und Frau beflügelte oft die Gedanken der Dichter. Dieses Gedicht behandelt aber nicht die wunderbare Verliebtheit, in der alles noch einfach ist, sondern die Zeit danach.

Advent
Loriot zeigt eine ganz andere „Lösung" des Problems...

Jazz
Klaus Kinski war eine eigenwillige Persönlichkeit, voller Zorn und ungehemmt. Manche nannten den Schauspieler einen Irren, manche ein Genie. Das Gedicht gibt einen intimen Einblick in die Gedankenwelt Kinskis. Die Musik stammt von Iannis Xenakis.

Verdammung und Erlösung
Dies ist das Thema dieses düsteren Abschnitts des Künstlerisehen Abschlusses. Die von Dämonen gequälten Seelen sind gezwungen ziellos umherzuwandern, bis sie schließlich erlöst werden.

Ballade von der Kindsmörderin Marie Farrar

Die verurteilte Kindesmörderin Marie Farrar bekleidet eine duale Position in der Gesellschaft. Zwischen der Rolle eines Opfers und der einer Täterin lässt Brecht die junge Frau auf Anklagen und Mitgefühl gleichermaßen antworten, ohne dem Konflikt eine finale Resolution zuzufügen. Alles in diesem lyrischen Werk befindet sich in der Schwebe und so kann vorerst nicht klar definiert werden, welche Botschaft tatsächlich an das Publikum vermittelt werden soll. Erst wenn allen Positionen Gehör geschenkt wurde, lässt sich eine Entwicklung von der reinen Anklage zum Appell an gesellschaftliche Aufmerksamkeit finden.

Musik-, Tanz- und Lebenstile

So lautete 2008 das Thema, das einen Rahmen für die vielfältigen Beiträge bildete.

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Das Programm der Aufführungen am o8. und o9.o5.2008

  • Satz aus dem Bach-Doppelkonzert d-moll für zwei Violinen Christina Bothe (Violine), Robin-Lynn Hirzel (Violine), Lisa Rodenberg (Klavier)
  • Auf Erden (Rose Ausländer) Alica Helmig
  • Fly me to the moon Robin-Lynn Hirzel (Gesang), Manuel Varbelow (Trompete/Gesang), Laura Pohl (Gitarre)
  •  Zitat aus dem Gedicht "Bewegung" Paul Semik
  • Time to say goodbye Isabelle Skudelny 
  • Bodenakrobatik Lisa Bollmann, Malisa Benninghoff
  • Sail away Leon Blümel (Gesang), Julian Beisenkötter (Gesang/Gitarre), Laura Pohl (Bass), Mattis Stork (Schlagzeug)
  • Protest Anna-Lena Kollenbrandt, Magdalena Althoff
  • Zukunft (Marie Luise Kaschnitz)
  • Kanon von Johann Pachelbel für drei Violinen und Basso continuo Robin-Lynn Hirzel (Violine), Christina Bothe (Violine), Tabea Lebowsky (Violine), Alica Helmig (Violoncello)
  • Habibiyaayni
  • Walzer h-moll op. posth. 69 Nr. 2 von Frederic Chopin Caroline Könemann (Klavier)
  • Szene aus "Harold and Maude" von Colin Higgins Ludwig Böhm, Julian Beisenkötter, Mattis Stork (Schlagzeug)
  • Flowershoppers - Blumenwiese Lukas Rensing, Moritz Trenkamp, Simon Hengstermann (Gitarre)
  • Blues Brothers: Think
  • Drumtrio Simon Hengstermann, Mattis Stork, Lennard Schmidt
    • Pause
  • Csárdás von Vittorio Monti Christina Bothe (Violine), Georg Lips (Akkordeon)
  • Allegro Barbara von Bela Bartok
  • Warnung vor dem Selbstmorde (Erich Kästner) Ludwig Böhm, Mattis Stork
  • "Aus eigenem Hause" Julian Beisenkötter (Gitarre), Christina Bothe (Violine), Mattis Stork (Schlagzeug)
  • it is you Sonja Hövelmann, Isabelle Skudelny
  • Walzer Lisa Bollmann, Magdalena Althoff, Malisa Benninghoff, Ruth Gonschorrek
  • Jugend heute Magdalena Althoff, Simon Hengsternann, Ruth Gonschorrek, Moritz Trenkamp
  • The wild Rover Julian Beisenkötter (Gesang/Gitarre), Laura Pohl (Bass), Mattis Stork (Schlagzeug)
  • Mambo Nr. 5 (Lou Bega)
  • Garderobe (Loriot) Tabea Lebowsky, Ludwig Böhm
  • Freestyler
  • Voltikür
  • Dream a little dream of me Christina Bothe, Manuel Varbelow
  • Rock'n'Roll


Bilder von den Proben 2009

Bilder von den Proben 2008

Probenbilder

Bilder von der Abendaufführung 2008

vom Künstlerischen Abschluss 2008

Bewegte Eindrücke aus der Abendveranstaltung 2008 (längere Ladezeiten aufgrund der File-Größe möglich)

Alica Helmig - Eurythmie: Auf Erden (Rose Ausländer)

Bauchtanz - Habibiyaayni

Sail away