Kunst
Lebendiger Sinn in lebendigem Ausdruck - auf der Grundlage von Goethes Farbenlehre wird beim Ringen mit Kontrasten um harmonische Geschlossenheit gekämpft.
Jeder Unterricht ist künstlerisch
An Waldorfschulen existiert ein erweiterter Kunstbegriff. Kunst ist nicht nur das Produkt, das ich im eigentlichen Kunstunterricht schaffe. Kunst ist vielmehr eine Herangehensweise an das Erziehen. Jede Unterrichtsstunde ist an sich künstlerisch.
1. bis 8. Klasse - Von Regenbögen und Rhythmen
Die ganz Kleinen beginnen mit dem Formenzeichnen. Wie wichtig ist es hier zu erspüren, was der Unterschied zwischen einer Geraden und einer Krummen ist. Und wie viel Übung braucht die Hand, um das Gespür für die Gerade und die Krumme umzusetzen! Und was geschieht, wenn rhythmisch viele Geraden aufeinanderfolgen? Und die Krummen? Aus ihnen kann ein farbiger Regenbogen entstehen.
Die Oberstufe
Farbenlehre, Drucktechniken, Akt- und Sachzeichnen sowie das Selbstporträt stehen in den Klassen der Oberstufe im Vordergrund.
Die Farbenlehre Goethes
Harmonie und Kontrast stehen im Zentrum der Arbeit in der zehnten Klasse. Grundlagen der Farbenlehre Goethes werden erarbeitet. In Malprozessen wird das nur Bunte vom harmonisch Farbigen unterschieden, während in der neunten Klasse Porträts noch ausschließlich in Schwarz-Weiß gearbeitet werden.
Die zwölfte Klasse - Das Porträt
In der zwölften Klasse werden alle Wissensgebiete in ihrer Beziehung zum Menschen behandelt. Im künstlerischen Unterricht wird das auf Erkenntnis beruhende Bild vom Menschen gestalterisch zum Ausdruck gebracht. Proportions- und Bewegungsstudien führen auf dem Weg dahin zu differenzierter Wahrnehmung. Grafische und malerische Verfahren können hier gewählt werden, um die Figur des eigenen Ichs beispielsweise in einem digital fotografierten Raum zu positionieren und ihre emotionale Haltung erkennbar zu machen.





