Eurythmie
Tanzen als Weisheit der Hände und Füße
„Ich werde tanzen lernen. Ich kannte bisher nur eine Weisheit des Hauptes und der Gedanken. Nun weiß ich [...], dass es auch eine Weisheit der Hände und Füße gibt.“ (Sokrates).
In der Eurythmie wird der Körper als lebendige Sprache der Seele durch eine neue Form des Tanzes sichtbar im Raum gestaltet. Die geistig-seelischen Kräfte werden zum Ausdruck gebracht und das, was als Sprache und Musik auf das Ohr wirkt, soll durch Bewegung für das Auge anschaulich gemacht werden.
Bewegung von der Brücken- bis zur zwölften Klasse
In der Schule wird Eurythmie von der Brücken- bis zur zwölften Klasse unterrichtet. In unserer Zeit kommt der Schulung des menschlichen Körpers als Bewegungsinstrument besondere Bedeutung zu:
Der einseitig beanspruchte Mensch braucht einen Ausgleich in gesunder körperlicher Bewegung und Anstrengung.
Musik und Sprache in Beinen und Armen
Konkret heißt das, dass in Musik und Sprache bestehende Rhythmen vorwärts und rückwärts in deutlich differenzierten Schritten gegangen werden. Während die Rhythmen sich durch die Beine ausdrücken lassen, formen die Arme, die steigernd hinzukommen, die Melodie nach:
Höhe oder Tiefe der Laute werden durch Armbewegungen ausgedrückt.
Eurythmie ist Kunst
Eurythmie ist eine Kunstform. Das beweisen die Schüler und Schülerinnen der zwölften Klasse jedes Jahr aufs Neue, wenn sie ihren künstlerischen Abschluss in Eurythmie machen.
Einen ahnenden Eindruck davon kann manaber auch schon bei den Schulfeiern gewinnen, wo die Kleinen in Klassendarbietungen zeigen, was sie gelernt haben.



