Erdkunde in der Oberstufe

Der Erdkundeunterricht will den Schülern die Erde als ein empfindliches Ganzes darstellen, das es zu bewahren gilt. Ausgehend von den Zusammenhängen in und zwischen Atmosphäre, Lithosphäre und Pedosphäre werden geographische Zonen eingeteilt.

Im Rahmen einer anschließenden Ökogeographie lernen die Schüler globale und regionale Beispiele für das Wirkungsgefüge Wirtschaftsweise - Naturhaushalt kennen. Sie sollen dabei ein Umweltbewusstsein, Analysefähigkeit, Handlungskompetenz und komplexes Denken entwickeln.

Den Abschluss bildet eine Kulturgeographieepoche, in der der Einfluss von Natur, Wirtschaftsweise und Geschichte auf die Herausbildung entsprechender kultureller, ethischer und geistiger Werte in verschiedenen Regionen der Erde gezeigt wird.
Diese soll zu Verständnis und Toleranz gegenüber anderen Menschen führen und die Schüler in die Lage versetzen, eigene Zukunftsperspektiven zu entwerfen.

Lerninhalte

Großbildansicht

9.Klasse

  • das Innere der Erde und plattentektonische Prozesse
  • Folgen der Plattentektonik, Gebirgsentstehung und morphologische Prozesse
  • Rohstoffe, Lagerstätten, Rohstoff- und   Energieversorgung in der Zukunft
  • Gesteinsentstehung/-arten anhand regionaler Beispiele
  • Wirken exogener Kräfte
  • Bodenbildung /-typen und Bodenschutz
erde

10. Klasse

  • atmosphärische Prozesse
  • Wind, Wetter, globale Zirkulation
  • Klima- und Vegetationszonen der Erde

11. Klasse

Landschaftsökologie und Kartographie

  • Betrachten der Landschaftszonen der Erde anhand regionaler ökologischer Problemfelder
  • Stadtökologie; Analyse am Beispiel einer konkreten Stadt; klimatische Untersuchungen; Stadt- und Raumplanung
  • Kartographische Darstellungen (in Anknüpfung an das Feldmesspraktikum der Klasse 10)
ZweistromlandGroßbildansicht

12. Klasse

  • Kulturerdteile; Werte und Normen; kulturgeschichtliche Entwicklung

  • Einfluss von natürlichen, wirtschaftlichen und politischen Faktoren auf kulturelle und geistige Entwicklung anhand regionaler Beispiele

  • Probleme der Entwicklungsländer

  • Zukünftige globale Entwicklung

Naturwissenschaftliche Experimente im Erdkundeunterricht

Die naturwissenschaftliche Bildung und entsprechende Arbeitsweisen sollen einen festen Platz im Erdkundeunterricht haben. Große Bedeutung kommt dabei Experimenten zu. Im Erdkundeunterricht zu experimentieren, bietet nicht nur die Chance, naturwissenschaftliche Kompetenzen zu erwerben, sondern berücksichtigt in besonderem Maße die Interessen der Schülerinnen und Schüler: In den einschlägigen empirischen Arbeiten wird das Experimentieren als beliebteste Arbeitsform genannt.
GI@SchoolGroßbildansicht

Geoinformatik im Schulunterricht

Aufgrund der zunehmenden Digitalisierung von Geo-Daten ist es zwingend notwendig, die Schüler praktisch in die Funktionsweise eines Geo-Informationssystems einzuweisen.

Wir hoffen, dieses bald in dem neu entstehenden Computer-Raum leisten zu können.

Aufbauend auf den obligatorischen Inhalten der Klasse 11 - Grundlagen der Kartographie - besteht dann die Möglichkeit, in Zukunft den Umgang mit neuen Medien im Erdkundeunterricht kennenzulernen und einen Einblick in die Welt der digitalen Geoinformation mit sowohl theoretischem Basis- als auch Anwendungswissen zu erhalten.

Unterstützung bietet das Institut für Geoinformatik der Universität Münster.

elke gauder

 



Altersstruktur in deutschen Bundesländern

Karte