Englisch

1. Klasse

Grundlage des Englischunterrichts in der 1. Klasse ist die Nachahmungsfähigkeit des Kindes. Der Lehrer macht den Kindern die Sprache durch bildhaftes Gestalten verständlich, sei es durch Körpersprache, Nachbilden von Geräuschen, Requisiten, lebendige Szenen, Tafelzeichnungen oder einen variantenreichen Tonfall. Viele Sinne der Kinder werden auf diese Weise angesprochen.

Die Verbindung der Sprache mit der Bewegung und dem eigenen Tun sowie das gemeinsame rhythmische Üben, das chorische Sprechen von Reimen und Versen und das Singen sind weitere wichtige Elemente im ersten Lernjahr. Sprachmuster prägen sich ein. Der Grundwortschatz wird durch Themen aus dem alltäglichen Leben in Verbindung mit den Jahreszeiten angelegt.

2. Klasse

Während die 1. Klasse noch ganz im Chor einfache Konversationselemente gepflegt hat, werden jetzt kleine Gespräche mit einzelnen geübt, z. B. zur eigenen Person, zur Familie, zum Wetter ....

Die Kinder lernen, in einem gemeinsam geübten Dialog eine Solo-Rolle zu übernehmen. So wird ein Teil der mit kindlichem Bewusstseinaufgenommenen Wörter der 1. Klasse (sog. passiver Wortschatz) schrittweise in einen aktiven Wortschatz überführt.

Das tägliche Leben, Tiere und die ganze Naturumgebung lernt das Kind in Bewegungsspielen, Liedern, Gedichten und Geschichten - in Verbindung mit Präpositionen - kennen.

3.Klasse

Die schwindenden Nachahmungskräfte verlangen vom Unterrichtenden einen neuen Griff. Das chorische Sprechen wird beibehalten, die bisher gelernten Unterrichtsinhalte werden in neuen Variationen wiederholt und durch Themen aus dem Hauptunterricht wie Handwerk und Ackerbau erweitert. Dem entwicklungsbedingten Verlust der Spontaneität muss jetzt ein gesteigertes Selbstbewusstsein entgegentreten, damit die Kinder auch weiterhin mit Freude sprechen.

Das nun einsetzende methodisch wohldurchdachte Schreiben und Lesen stärkt die Schüler in ihrem Sich-Selbst-Erleben. Grammatikregeln, die in den vorangegangenen Jahren durch das Einprägen von Satzmustern unbewusst in den Unterricht eingeflossen sind, werden ins Bewusstsein gerückt, so beispielsweise die Pluralbildung, Demonstrativ- und Possessivpronomen, Präpositionen und Bildung des Present Progressive. Spiele und Geschichten nehmen weiterhin einen großen Raum ein.

4. Klasse

Die mündliche Arbeit der 3. Klasse wird fortgesetzt, aber noch mehr individualisiert in Sprachübungen und Frage-Antwort-Spielen. Die Schüler brauchen eine bewusste Ordnung in ihrer Umgebung und bei der schulischen Arbeit. Die Schriftsprache muss konsequent und klar strukturiert geübt werden.

Jetzt können auch Texte, die die Kinder aus der mündlichen Arbeit der ersten Jahre schon kennen, die aber in der Orthografie anspruchsvoller sind, schreibend und lesend geübt werden. Kleine Diktate werden geschrieben. Im zweiten Halbjahr setzen wir ein Lehrbuch ein. Zügig kommen wir durch die gelegten Grundlagen voran. Wir haben so Zeit für zusätzliche rhythmische Übungen, Spiele und Geschichten. Das jetzt beginnende Vokabellernen fordert die Willensschulung der Kinder.

5.Klasse und folgende Mittelstufenklassen

In der Mittelstufe gibt das Lehrwerk den Roten Faden für den Grammatikstoff vor. Auch der hier geforderte Vokabelschatz muss erarbeitet werden. Daneben haben aber weiterhin der rhythmische Teil sowie Erzählungen und das darstellende Spiel seinen wichtigen Platz im Unterricht.

Im Laufe der Jahre nimmt der Raum des rhythmischen Teils ab. Von entscheidender Bedeutung ist in der Mittelstufe die Differenzierung, die Bereitstellung von Unterrichtsangeboten für das gesamte Spektrum der Sprachbegabung.

Eine besondere Möglichkeit bietet sich hier durch das immer wieder anzubietende Lesen englischer Literatur. In den Herbst-, Weihnachts- und Osterferien lesen die Schüler verpflichtend eine englische Lektüre, die im folgenden Unterricht nachbereitet wird, oder die Aufgabe wird durch einen kleinen Test überprüft.



Punch
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