Unterrichtsfächer in der Waldorfschule

Der Waldorfpädagogik liegt die anthroposophische Auffassung von der Dreigliederung des Menschen zugrunde. Aus ihr ergibt sich das Prinzip der gleichberechtigten Förderung der intellektuell-kognitiven ("Denken"), der künstlerisch-kreativen ("Fühlen") und der handwerklich-praktischen ("Wollen") Fähigkeiten der Schüler.

Folglich findet sich daher an Waldorfschulen ein vergleichsweise großes Angebot an handwerklich-künstlerischen Fächern.

Hauptunterricht und Fachstunden

Der Schultag beginnt mit dem fast zweistündigen Hauptunterricht. In ihm wird über drei bis vier Wochen hinweg dasselbe Fach behandelt [so genannter Epochenunterricht]. Der anschließende Fachunterricht am Vormittag und am Nachmittag beinhaltet den handwerklich-künstlerischen Unterricht, Fremdsprachen (von der ersten Klasse an), Sport und Religion. Der Hauptunterricht der ersten acht Schuljahre wird von einem Klassenlehrer, der Fachunterricht und der Hauptunterricht an der Oberstufe hingegen wird vom Beginn der Schulzeit an durch einzelne Fachlehrer übernommen. Ein wichtiges Mittel, um den Unterricht ökonomisch zu gestalten, ist der Epochenunterricht. Er wird in den Fächern durchgeführt, in denen Sachgebiete in sich geschlossen behandelt werden können. Fächer, die laufender Übung bedürfen (handwerklich-künstlerischer Unterricht, Fremdsprachen), werden in Fachstunden erteilt.

Fächer im Hauptunterricht

Deutsch Mathematik Biologie Chemie Physik Erdkunde Geschichte Kunstbetrachtung


Stundentafel

8:10 - 10:05 Hauptunterricht
große Pause
10:25 - 11:10 1. Fachstunde
11:15 - 12:00 2. Fachstunde
große Pause
12:15 - 13:00 3. Fachstunde
13:05 - 13:50 4. Fachstunde
Mittagspause
14:10 - 14:50 5. Fachstunde
14:50 - 15:30 6. Fachstunde