Die Welle

NICHTS
ERFORDERT MEHR CHARAKTER
ALS SICH IM OFFENEN GEGENSATZ
ZU SEINER ZEIT ZU BEFINDEN
UND LAUT ZU SAGEN
NEIN!!

Kurt Tucholsky

Gedanken zum Achtklassspiel

Hier, am unerbittlichen Ende der Kindheit,
stellen wir uns dem Blitzgewitter
der Fotografen und Eltern.

Suchend und frech,
gehüllt in die verführerischen Farben
von Macht und Sinnlichkeit,
aber dennoch nackt,
ja wehrlos unter all den Masken!

Wer, so fragen wir mit verstellter Stimme,
laut, schimpfend, spuckend, eklig.

Wer macht sich heute die Mühe
und blickt durch die Piercings und Tatoos
durch Grinsen und Grimassen
auf unser früh geborenes Ich?

Wer hält dem Blick stand
und schützt sich nicht selbst?

Mit einem Schwall von Jugendlichkeit,
oder dem kühlen Geschwätz
der Berechnung?

Wer ist sich selber Ich genug,
um so ein junges Ding zu erkennen?

Zwischen Cola und Dunst,
zwischen Verbitterung
und Übermut!

Warum "Die WELLE"?

Wir haben das Stück „Die WELLE" als unser Achtklassstück gewählt, da wir es nicht nur beeindruckend und erschreckend sondern auch faszinierend finden, wie eine Gruppe von Jugendlichen, welche eigentlich davon überzeugt ist, dass sich Geschehnisse wie im Nazi-Deutschland niemals wiederholen können, selbst einem Anführer auf den Leim geht.Denn die Story zeigt, wie sich doch eine faschistische Gruppe entwickeln kann. Wir empfinden die WELLE jedoch nicht nur als ergreifende, sondern auch als beängstigende Geschichte, da sie beweist, dass Faschismus immer und überall wieder aufleben kann und keineswegs durch die Geschehnisse des 2. Weltkrieges und Holocaust vollständig beseitigt ist. Die wechselhafte und spannende Atmosphäre des Stückes imponiert uns, auch dass die WELLE im 21. Jahrhundert spielt hat zu unserer Entscheidung beigetragen.

Historischer Hintergrund

Es geschah 1967: In Palo Alto in der Nähe von San Francisco an einer kalifornischen High-School unterrichtete Ron Jones, der „echte" Mr. Ross, das Fach Geschichte. Die Frage einer Schülerin, wie es möglich gewesen sei dass eine Minderheit eine Mehrheit derart beherrschen könne, dass sich niemand gewehrt habe, wie es ja in der Nazizeit passiert sei, bewegte ihn dazu, ein Experiment zu starten: Die WELLE.
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Zusammenfassung

Das Theaterstück „Die WELLE" nach dem Roman „Die Welle" von Morton Rhue, geb. 1950 in New-York City, handelt von einem jungen Lehrer, der seiner Klasse an Hand eines Experimentes beweisen möchte, dass die Anfälligkeit für faschistoides Handeln und Denken immer und überall vorhanden ist. Also gründet er mit ihnen die Gruppe „Die Welle". Doch die „Bewegung" die er auslöst, droht ihn und sein Experiment zu überrollen: Das Ganze gerät außer Kontrolle.

Umrahmt wird die Handlung mehrfach von Liedern, z. B. folgendem:

Del Amitri: Nothing Ever Happens

Post office clerks put up signs saying position closed
And secretaries turn off typewriters and put on their coats
Janitors padlock the gates
For security guards to patrol
And bachelors phone up their friends for a drink
While the married ones turn on a chat show
And theyll all be lonely tonight and lonely tomorrow

Gentlemen time please, you know we cant serve anymore
Now the traffic lights change to stop, when theres nothing to go
And by five oclock everythings dead
And every third car is a cab
And ignorant people sleep in their beds
Like the doped white mice in the college lab

And nothing ever happens, nothing happens at all
The needle returns to the start of the song
And we all sing along like before
And we'll all be lonely tonight and lonely tomorrow

Telephone exchanges click while theres nobody there
The martians could land in the carpark and no one would care
Close-circuit cameras in department stores
Shoot the same video every day
And the stars of these films neither die nor get killed
Just survive constant action replay

And nothing ever happens, nothing happens at all
The needle returns to the start of the song
And we all sing along like before
And well all be lonely tonight and lonely tomorrow

Bill hoardings advertise products that nobody needs
While angry from manchester writes to complain about All the repeats on TV
And computer terminals report some gains
On the values of copper and tin
While american businessmen snap up van goghs
For the price of a hospital wing

And nothing ever happens, nothing happens at all
The needle returns to the start of the song
And we all sing along like before

And nothing ever happens, nothing happens at all
They'll burn down the synagogues at six oclock
And we all go along like before
And we'll be lonely tonight and lonely tomorrow

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