CSA-Projekt auf dem Gärtnerhof Entrup

Der Gärtnerhof Entrup eG ist ein Demeter-Betrieb in der Nachbarschaft der Waldorfschule. Seit vielen Jahren absolvieren hier jedes Jahr zwei Schüler/innen unserer Schule ihr Landwirtschaftspraktikum und führen einzelne Klassen Projekte durch.
Mit dem im Sommer 2008 u.a. von Eltern und Lehrer unserer Schule initiierten CSA-Projekt geht der Gärtnerhof Entrup wirtschaftlich neue Wege.
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CSA- die Landwirtschaftsgemeinschaft ist ins zweite Jahr gegangen

Seit Juli 2008 beschreitet der Gärtnerhof Entrup eG mit der CSA-Landwirtschaftsgemeinschaft neue Wege im ökologischen Landbau. Wege, die in den USA mit der als „Community Supported Agriculture“ (CSA) bezeichneten Wirtschaftsform hundertfach erfolgreich praktiziert werden. Zunehmend ist das Konzept, das die Landwirtschaft als Ganzes betrachtet, auch in Deutschland auf dem Vormarsch.

Bestes Beispiel ist der 40 km östlich von Hamburg gelegene Buschberghof, der für sein Konzept der Wirtschafsgemeinschaft vom Bundesministerium für Ernähung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gerade den Förderpreis Ökologischer Landbau 2009 erhielt. Mit diesem Preis werden besonders innovative Konzepte ökologisch wirtschaftender Betriebe geehrt. Ökologischer Landbau kann weit mehr, als gesunde Nahrungsmittel zu produzieren und einen wichtigen Beitrag zum Umwelt-, Natur- und Klimaschutz sowie zur tiergerechten Haltung leisten. Dies gilt für die prämierten Siegerbetriebe des Förderpreises Ökologischer Landbau in besonderem Maße.

Nach dem Vorbild der Wirtschaftsgemeinschaft Buschberghof und inspiriert durch den US-amerikanischen CSA-Farmer John Peterson ist die CSA-Landwirtschafts­gemeinschaft des Gärtnerhofs Entrup eG im Juli in ihr zweites Jahr gegangen. 35 Menschen haben sich 2008 mit ihrem Beitritt zur Landwirtschaftsgemeinschaft dazu entschieden, Verantwortung für die biologisch-dynamische Landwirtschaft des Gärtnerhofs Entrup eG mit zu übernehmen und damit Verantwortung für eine Landwirtschaft im Einklang mit der Natur, für aktiven Naturschutz und Landschaftspflege. Mit ihren monatlichen Beiträgen finanzieren sie einen Teil der Betriebskosten für die Landwirtschaft vor und ermöglichen es den Landwirten, ein ganz besonders vielfältiges Gemüseangebot bereitzustellen.

Gemüse, Salate, Kräuter – insgesamt 40 Kulturen wurden im Wirtschaftsjahr 2008/2009 angebaut, alles in bester Demeter-Qualität. Für die CSA-Mitglieder gab es Woche für Woche eine reiche Ernte: Neben dem leckeren Bio-Gemüse umfasste das Angebot für die CSA’ler Eier, Suppenhühner, Schafskäseprodukte, selbstgebackenes Brot und Lammfleisch.

Vor allem für die Kinder wurde die wöchentliche Fahrt zum Abholen der CSA-Gemüse schnell zum Highlight der Woche, schließlich kann man auf dem Hof immer viel erleben. Die in Münster wohnhaften CSA-Mitglieder konnten ihre Produkte in einem von privat in der Innenstadt zur Verfügung gestellten Depot abholen.

Zum 1. Juli 2009 ist  die Landwirtschaftsgemeinschaft erweitert worden. Im Zuge der schrittweisen Umstellung des gesamten Hofes ist die Landwirtschafts­gemeinschaft im Wirtschaftsjahr 2009/2010 auf insgesamt rund 70 Menschen anwachsen.

Im dritten Wirtschaftsjahr soll der Hof vollkommen im CSA-Projekt aufgehen,
sodass die zusätzliche Arbeit für die Märkte entfallen kann.

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Community Supported Agriculture

CSA [Community Supported Agriculture = gemeinschaftlich getragene Landwirtschaft] ist ein Modell der Zusammenarbeit zwischen Erzeugern und Verbrauchern.

Die Besonderheit: Die Produkte der Landwirtschaft werden nicht oder nur teilweise über den Markt vertrieben. Stattdessen fließen sie in einen neuen Wirtschaftskreislauf aus Produzenten und Verbrauchern. So wird gemeinsam die Verantwortung für die Lebensmittelproduktion getragen und eine nachhaltige, ökologische Landwirtschaft ermöglicht.

Während die Verbraucher mit den Landwirten vereinbaren, direkte Vorauszahlungen für deren Betrieb zu leisten, verpflichten sich die Landwirte ihrerseits, in Quantität und Qualität Produkte anzubieten, die die Bedürfnisse und Erwartungen der Konsumenten so weit wie möglich erfüllen.

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Die Vorteile

Die Teilnahme am CSA-Projekt lohnt sich,
denn jeder Teilnehmer

  • erhält Demeter-Produkte aus einer regionalen, nachhaltig betriebenen Landwirtschaft,
  • frische, gesunde Nahrungsmittel aus gesunder Natur,
  • weiß wo, wie und von wem seine Nahrungsmittel angebaut worden sind,
  • ist Teil einer Gemeinschaft,
  • profitiert vom Kreislauf und der Beziehung zwischen Anteilshalter, Hof, Erde und umgebender Gemeinde,
  • und leistet einen Beitrag zu einer gesunden lokalen Ökonomie.

Demeter-Landwirtschaft

Die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise ist mehr als das Weglassen von chemisch-synthetischen Dünge- und Pflanzenschutzmitteln, was normalerweise im Bioanbau die Regel ist.

Zur Qualitätssteigerung wird bei Demeter noch etwas hinzugefügt: die von Rudolf Steiner entwickelten biologisch-dynamischen Kompost- und Spritzpräparate. Sie bestehen aus Heilpflanzen, Rindermist und Quarzmehl. Geringste Mengen der Präparate werden eine Stunde lang in Wasser verrührt - dynamisiert - und auf Felder oder Pflanzen ausgebracht. Dadurch wird das Bodenleben aktiver, die Fruchtbarkeit gesteigert und das Wurzelwachstum angeregt.

Auch kosmische Kräfte, wie Mondrhythmen, werden beim Anbau berücksichtigt.

Weitere Projekt-Teilnehmer gesucht

Bei Interesse melden Sie sich bitte bei:

Katja Beiersmann
Tel.: 0251 - 92 77 018
E-Mail: geschützte E-Mail-Adresse als Grafik

oder

Susanna Lindeke
und Kenneth Stange
Gärtnerhof Entrup eG
Entrup 119
48341 Altenberge
Tel.: 02505 / 3361
E-Mail: geschützte E-Mail-Adresse als Grafik

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