Kurze Geschichte der Freien Waldorfschule in Münster
Die Keimzelle in Gievenbeck
Im Frühjahr 1977 konnten interessierte Eltern, Förderer und Pädagogen nach zwei Jahren intensiver Vorbereitung am damaligen Toppheideweg (heute: Gescherweg), also nicht weit vom heutigen Schulstandort entfernt, den Waldorfkindergarten in Münster eröffnen.
Die Schule am Laerer Landweg
Am 22. August hielten die Schüler/innen von fünf Klassen (1 bis 5) Einzug in das Gebäude der von der Stadt Münster zur Verfügung gestellten, ehemaligen August-Hermann-Francke-Schule am Laerer Landweg.
In den Räumlichkeiten der zunächst jedes Schuljahr um eine Klasse wachsenden Schule herrschte immer mehr drangvolle Enge, sodass nach der Aufstellung von Pavillons im Garten auch noch Räume in der benachbarten Margaretenschule genutzt werden mussten.
Die Suche nach einem geeigneten Gebäude oder Grundstück
Schon sehr bald stellte sich heraus, dass der provisorische Schulstandort am Laerer Landweg nicht in ausreichendem Maße erweiterungsfähig war. Allerdings verlief die umfangreiche Suche nach geeigneten Ausweichgebäuden erfolglos.
Nach vielen Gesprächen mit dem Planungsamt der Stadt Münster konnte dann ein geeigneter Standort für einen Schulneubau gefunden werden.
Aus der Elternschaft formierten sich daraufhin Arbeitskreise, die mit einigen Lehrern den finanziellen und baulichen Bedarf für einen Schulneubau ermittelten und formulierten.
Die Planungsphase
Die Lösung der Finanzierungsprobleme
Allerdings gab es während dieser Planungszeit in zunehmendem Maße Unsicherheiten in Bezug auf die Kosten. Immer wieder stellte sich heraus, dass die Finanzierungsmöglichkeiten und die Baukosten - wegen der ständig steigenden Baupreise und der Zinsen für das Darlehn - immer mehr auseinanderklafften.
Alle Versuche, trotz der zunehmenden Finanzierungslücke doch irgendwie mit dem Bau des Schulgebäudes beginnen zu können, mussten immer wieder verworfen werden.
In dieser fast aussichtslosen Lage wurde der Versuch gestartet, mit einem Bürgerantrag an den Rat der Stadt Münster einen Zuschuss zur Deckung der Kostenlücke zu erbitten. Diesem Antrag wurde im November 1990 stattgegeben.
Die Bauphase
So konnte nach dreijähriger Planungsdauer im Februar 1991 endlich mit dem Bau der Schule begonnen werden.
Nach dem ersten Spatenstich vom 1. März folgte am 13.Mai die feierliche Grundsteinlegung: An der Stelle, wo jetzt alle über die Schwelle in das Foyer treten , liegt der Grundstein, ein kupfernes Pentagondodekaeder, also ein Körper, der aus 12 Flächen besteht, deren jede ein regelmäßiges Fünfeck ist.
Das nächste Fest, das Richtfest, konnte bereits am 13. März 1992 gefeiert werden. Da der Umzug in das neue Schulgebäude schon am Ende des Schuljahres durchgeführt werden konnte, fand der erste Schultag am 13. Juli in den neuen Räumlichkeiten statt, die im neuen Schuljahr endlich auch Raum bot für die Abiturienten.






